Die 9. Klassen unternahmen in der Woche vor den Herbstferien ihre lang ersehnte Sprachreise. Mit dem Bus ging es zunächst per Fähre über den Ärmelkanal nach England. Erste Station war Stratford upon Avon, die Geburtsstadt William Shakespeares. Da Shakespeare im Deutsch- und im Englischunterricht behandelt wird, sollte dieser weltberühmte Autor, der so maßgeblich nicht nur die englische Sprache und Kultur beeinflusst hat, ein wichtiges Element dieser Reise werden. Die Schüler besuchten sein Geburtshaus und seine Schule und erlebten eine Schulstunde, wie zu Shakespeares Zeiten. Mit Feder und Tinte war es gar nicht so leicht, ein sauberes Schriftbild hinzukriegen!
Zweite Station war Oxford, Heimat einer der berühmten Universitäten Englands und weltweit. Dort lernten die Schüler, dass die Universität aus über 40 verschiedenen Colleges besteht, die Studium, Lehre und Leben für die Studenten organisieren. Atemberaubend war nicht nur der studentische Speisesaal im Balliol College, das wir besuchten, denn er wirkte wie aus einem Harry Potter-Film. Ebenso umwerfend sind auch die Studiengebühren in Oxford, die für britische Studenten um die 11.000 Euro jährlich und für ausländische Studenten zwischen 20.000 und 40.000 Euro je nach College und Fach betragen.
Dann ging es weiter nach London, das Highlight der Reise. Dort standen der Westminster Walk mit Buckingham Palace, der Royal Horse Guard Station und der Downing Street No 10 auf dem Programm. Auch wenn kaum Zeit blieb, der insgesamt 3-stündigen Zeremonie der Changing of the Guards beizuwohnen, waren doch schon die ersten 30 Minuten sehr beeindruckend. Der anschließende Besuch der Tower Bridge mit ihrem weiten Blick über die Londoner Skyline und dem tiefen imaginären Fall durch den Glasboden in die Themse avancierte wie jedes Jahr zu einem ausführlichen Fotostopp. Den Tower besichtigten schließlich die geschichtsinteressierten und – kundigsten Schülerinnen gemeinsam mit Frau Baus. Der letzte Tag war wiederum Shakespeare-Tag, denn der Besuch und eine fachkundige Führung des Globe Theaters war angedacht. Immer wieder beeindruckend ist die besondere Theaterwelt Shakespeares, geprägt von einzigartigen Stücken, die durch ihre Sprache Bilder zum Leben erwecken.
Auf der langen Rückfahrt konnten dann alle Eindrücke, aber auch Shoppingerlebnisse und die Freude auf die bestehenden Herbstferien gut verarbeitet werden. Eine neue Erfahrung schloss sich allerdings doch noch an – die Fahrt mit dem Bus durch den Eurotunnel. Ein Zeitsparerlebnis der besonderen Art.